Psycho­therapie

Seit 1990 ist „Psycho­therapeut“ in Österreich ein eigenständiger, freier und wissenschaftlicher Heil­beruf. Psycho­therapeutinnen und Psycho­therapeuten behandeln Menschen in seelischen Konflikt- und Krisen­­situationen, bei Beschwerden und psychischen Leidens­zuständen. Die psycho­­therapeutische Ausbildung dauert etwa sieben Jahre und ist im Psycho­therapiegesetz geregelt. Die Berufs­­bezeichnung „Psycho­therapeut“ und „Psycho­­therapeutin“ ist gesetzlich geschützt.

Systemische Psycho­­therapie ist ein eigen­ständiges, psycho­­therapeutisches Verfahren, das sich aus der Familien­­therapie entwickelt hat. Systemisches Denken umfasst heterogene Denk­ansätze aus verschiedenen Disziplinen. Menschen werden als Experten und Expertinnen ihrer Selbst betrachtet. Beziehungen und Inter­­aktionen verstehen sich in der systemischen Therapie als Mitbegründer von Problemen und Symptomen. Systemische Therapie dauert so lange als nötig und so kurz wie möglich. Sie findet Anwendung in der Arbeit mit Einzelnen, Paaren, Familien und Gruppen. Systemische Psycho­therapie ist im klinischen Bereich und in den Bereichen Super­vision, Coaching, der Fort- und der Weiter­bildung sowie der Organisations­­beratung etabliert.

Die Klinische Hypnose nach Milton Erickson ist eine ressourcen-, ziel- und lösungs­orientierte Therapie­­methode. Hypnose wird dabei als eine besonders intensive Form der Kommunikation angesehen, in der auf größten­teils „non-direktivem“ Weg Lösungen und Ziele erarbeitet werden. Die Hypno­therapeutin unter­stützt den Klienten dabei, in eine hypnotische Trance zu gelangen. Der Trance­zustand wird für die Veränderungs­arbeit genutzt und unbewusste Prozesse können dann stärker in den Vorder­grund der Aufmerksam­keit rücken.

In meiner Tätigkeit als Psycho­­therapeutin bin ich stets bemüht eine wert­schätzende und wohlwollende Gesprächs­atmosphäre zu schaffen – Sie erhalten meine ungeteilte Aufmerksam­keit. In einem ersten Schritt geht es darum Ihr Problem umfassend zu verstehen, um dann mit Ihnen gemeinsam Ihr persönliches Ziel zu definieren, in weiterer Folge erarbeiten wir die notwendigen Schritte für den gewünschten Veränderungs­­prozess.

Laut Psycho­therapie­gesetz ist das Ziel einer Psycho­therapie, seelisches Leid zu heilen oder zu lindern, in Lebenskrisen zu helfen, gestörte Verhaltens­­weisen und Einstellungen zu ändern oder die persönliche Entwicklung und Gesundheit zu fördern.

Der Österreichische Bundes­­verband für Psychotherapie skizziert beispielhaft, was mögliche Gründe für eine Psycho­therapie sein könnten. (Quelle)


Wenn einer oder mehrere der folgenden Punkte auf Sie zutreffen, dann kann Ihnen eine Psycho­­therapie helfen:
  • Sie haben Schmerzen, Schlaf­störungen, Schwindel, Herz­rhythmus­störungen oder andere körper­liche Beschwerden und der Arzt kann keine körper­liche Ursache feststellen.
  • Seit längerer Zeit halten Sie sich nur noch mit Aufputsch-, Beruhigungs- oder Schlaf­mitteln (Psycho­pharmaka) aufrecht.
  • Ohne ersichtlichen Grund bekommen Sie rasend Herz­klopfen und Angst, dass Sie sterben müssen. Sie haben Ängste, die Sie belasten oder einschränken: z.B. vor dem Kontakt mit Ihren Mitmenschen, vor Autoritäten, vor großen Plätzen, vor engen Räumen, vor Prüfungen.
  • Es plagen Sie oft Gedanken, aber die Sie mit niemandem zu sprechen wagen (Scham- und Schuld­gefühle, Hass­­gefühle, Unzulänglich­­keits­gefühle, das Gefühl, verfolgt oder fremd­­bestimmt zu werden etc). Sie fühlen sich antriebs- und lustlos, erschöpft oder ständig über­fordert.
  • Sie sind oft nieder­geschlagen und habe keine Freude am Leben. Sie sind traurig und verein­samt. Sie befinden sich in einer belastenden Umbruch­situation (z.B. schwere Krank­heit, Tod, Arbeits­­losigkeit, Scheidung, Trennung, Unfall etc), die schwer zu bewältigen ist. Sie denken manchmal an Selbst­mord und/oder Ihr Leidens­­druck ist so groß. Sie leben in einer Beziehung, die Sie sehr belastet. Sie fühlen sich durch Ihre Kinder dauer­haft überfordert. Sie haben wieder­kehrend große Probleme im Kontakt mit anderen Menschen (z.B. am Arbeits­platz). Sie sind süchtig - nach Alkohol, Drogen, Essen, Hunger, Liebe, Spielen. Sie fühlen sich innerlich gezwungen, ständig dasselbe zu denken oder zu tun (z.B. zwang­haftes Waschen, Zusperren, Grübeln u.ä.), obwohl dies ein Leben sehr einengt.
  • Sie kommen mit Ihrer Sexualität nicht zurecht.
  • Sie haben Angst vor Entscheidungen.

Verwendung von Cookies

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Weitere Informationen erhalten Sie in meiner Datenschutzerklärung